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Osborn-Checkliste
Eine spezielle, von Alex Osborn (dem Erfinder des Brainstormings) entwickelte Checkliste dient der systematischen Hinterfragung eines bestehenden Produkts oder eines bereits vorliegenden Lösungsansatzes im Hinblick auf mögliche Verbesserungen. Dies erfolgt durch eine Auflockerung des Suchfelds anhand der folgenden Prinzipien, die nacheinander hinterfragt werden:
- Zweckänderung
- Adaption
- Modifikation
- Vergrösserung
- Verkleinerung
- Substitution
- Umgruppierung
- Umkehrung
- Kombination
- Transformation
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Das Ziel bei der Abarbeitung der Osborn-Checkliste ist es also, die Gedanken gezielt in andersartige Denkbahnen zu lenken. Dies dient dazu, vorhandene Ideen, Produkte oder Verfahren systematisch auf Veränderungsmöglichkeiten hin zu prüfen. Kritik muss während des Ablaufs (wie beim Brainstorming auch) unterlassen werden!
Die Anwendung der Osborn-Checkliste wirkt der Tendenz entgegen, sich zu früh mit gefundenen Lösungsansätzen zufriedenzugeben. Im Gegensatz zur «normalen» Checkliste fördert die Osborn-Checkliste das Finden neuer Ansätze und Dimensionen und kann somit als «echte» Kreativitätstechnik bezeichnet werden. Das Ergebnis ist eine Liste von Veränderungsmöglichkeiten, über die dann konkret weiter entschieden werden muss.
Gestartet wird mit der Vorstellung des Produkts, des Verfahrens oder der Idee, das bzw. die mithilfe der Osborn-Checkliste systematisch auf Veränderungsmöglichkeiten untersucht werden soll.
Es ist sinnvoll, die einzelnen Punkte nicht nur kurz «abzuhaken», sondern jeweils mittels eines «Mini-Brainstormings» auf Lösungsansätze zu untersuchen. Jedoch sollte nicht schon bei der ersten brauchbar erscheinenden Lösung je Frage abgebrochen werden, sondern ausreichend Zeit für weiteres «Nach»-Denken zur Verfügung stehen.
Es bietet sich auch – abhängig von der Gruppengrösse – an, mehrere Arbeitsgruppen zu bilden, die sich jeweils mit zwei bis drei Fragen der Osborn-Checkliste beschäftigen. Anschliessend werden die Ergebnisse über gemeinsame Präsentationen zusammengeführt und weiterbearbeitet (d.h., es wird über die konkrete Umsetzung bzw. weitere Vorgehensweise entschieden).
Die Osborn-Checkliste dient der Strukturierung und Eingrenzung von Problemen, indem versucht wird, Antworten auf die in der Checkliste gestellten Fragen zu finden. Die Durchführung der Methode richtet sich nach dem Umfang des Fragenkatalogs. Sie sollte jedoch nicht länger als 60 bis 90 Minuten dauern. Bei langen Fragenkatalogen empfiehlt es sich, zwischendurch Pausen einzulegen.
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Checkliste: Osborn
Der wesentliche Vorteil der Osborn-Checkliste liegt in ihrer einfachen Handhabung. Die vielen zu beantwortenden Fragen führen dazu, dass ein Problem von mehreren Seiten betrachtet wird. Schliesslich kann die Methode auch von einzelnen Mitarbeitern separat angewandt werden. Hier finden Sie die Osborn-Checkliste zum kostenlosen Download.



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