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Reizbild-Methode

Die Reizbild-Methode hat zum Ziel durch Konfrontation mit Bildern, die nicht mit der kreativen Fragestellung in Verbindung stehen, einen schöpferischen Prozess in Gang zu setzen. Die Reizbild-Methode eignet sich vor allem für: Konflikt-/Problembewältigung, Suche nach neuen Abläufen, Zielgruppen und deren Ansprache usw., Verbesserung der Zusammenarbeit, Planung von Meetings/Veranstaltungen. Schlecht geeignet ist diese Kreativitätstechnik für kreative Fragestellungen, bei denen bereits ein sehr enger Rahmen durch zu berücksichtigende Fakten vorgegeben ist. Die Reizbild-Methode benötigt circa 60-90 Minuten und kann mit variabler Teilnehmerzahl durchgeführt werden. Die Reizbild-Methode besteht aus diesen 3 Schritten:

1. Schritt Reizbild-Methode: Wählen und zeigen Sie die Bilder

Verschiedene Bilder

Selbstverständlich werden Sie im Rahmen Ihrer Vorbereitung für die Kreativitätssitzung bereits einige geeignete Bilder ausgewählt haben, die Sie der Gruppe vorlegen möchten. Achten Sie darauf, dass Sie nicht schon selbst nach möglichen Verbindungen suchen und so Ihre Auswahl einschränken. Die Bilder sollten sowohl sehr unterschiedlich sein als auch eine grosse Darstellungsbreite an Motiven aufweisen. Berücksichtigen Sie bei der Wahl der Bilder, dass bei

  • Fragestellungen, die technische Inhalte betreffen, eher Motive gegenständlicher Natur unterstützend wirken (beispielsweise Computer, Fabrikhallen, Autos, Kugelschreiber, Lippenstift) und bei
  • kreativen Problemen, die nicht technische Inhalte betreffen, sinnhafte Bilddarstellungen den kreativen Output fördern (beispielsweise Naturaufnahmen, Zwischenmenschliches, Tiere).

Allerdings sollte dies nicht zu bindend wirken, sondern setzen Sie auch ruhig einmal ein Baummotiv (oder beispielsweise einen Sonnenuntergang, den Fels in der Brandung usw.) bei einer technischen Fragestellung ein.

Zufall

Doch es muss unbedingt dem Zufall überlassen werden, welche Bilder letztendlich als kreativer Anreiz dienen. Deshalb stecken Sie die Bilder am besten in eine Mappe bzw. die Dias in eine Diaschiene und lassen dann eines der Teammitglieder blind drei Bilder auswählen. Besonders wichtig ist es, dass alle Teilnehmer der Sitzung das jeweilige Bild gut vor Augen haben. Gegebenenfalls lassen Sie es durch die Runde gehen. Dafür werden etwa zehn Minuten Zeit veranschlagt, abhängig von der Grösse der Gruppe. Fordern Sie alle auf, sich das Bild genau anzuschauen und es auf sich wirken zu lassen.

 

2. Schritt Reizbild-Methode: Sich auf den visuellen Reiz einlassen

Beschreibung

Eines nach dem anderen werden die ausgewählten Bilder vom Team beschrieben. Es geht weniger um eine exakte Bildwiedergabe als vielmehr darum, Eigenschaften, Funktionen, Produkte, das Umfeld, Assoziationen und die Nutzung zu erfassen. Um eine kleine Hilfestellung bei dieser Beschreibung zu bieten, darf selbstverständlich mit Fragen nachgeholfen werden:

  • Was stellt das Bild dar?
  • Wie wird das Motiv präsentiert? Farbe, Schatten, Vordergrund, Zusammenspiel mit den anderen Bildkomponenten?
  • Welches sind seine Funktionen? Besondere Merkmale? Einsatzgebiete? Was sein Nutzen? Gewinn?
  • Wie wirkt das Bild/Motiv auf Sie? Assoziationen, Gefühle, Erinnerungen, Wünsche, Bedürfnisse, Fantasien?
  • Welche Hauptaussage könnte dem Bild gegeben werden?
  • Was beeindruckt besonders? Fordert die Konzentration?

Notieren Sie oder der Moderator die spontanen Äusserungen unbedingt auf dem Flipchart. Die Beschreibung des jeweiligen Bilds wird beendet, sobald alle spontanen Äusserungen erfasst sind. Gehen Sie dann zum nächsten Bild (benötigte Zeit für diesen Schritt: 20–30 Minuten, je nach Bildanzahl).

3. Schritt Reizbild-Methode: Problem und Bild: Wo liegt die Verbindung?

Verknüpfen

Rücken Sie jetzt nochmals die Fragestellung in das Blickfeld der Teammitglieder: Was gibt es zu lösen/zu ändern? Fordern Sie dann alle auf, die Bildbeschreibung des ersten Bilds als Anregung für die Entwicklung von Lösungsideen zu nutzen. Ziel ist es, zwischen der Fragestellung und den Bildbeschreibungen Verknüpfungen zu schaffen, die schliesslich Lösungsideen freisetzen.

Unterstützende Fragen:

  • Wie könnten die Eigenschaften des Motivs für unsere Lösung genutzt werden?
  • Was hat die Funktion des Bildmotivs mit unserem Problem und dessen Lösung zu tun/gemeinsam?
  • Wie könnten diese positiven Gefühle/Erinnerungen auch bei unserer Fragestellung erreicht werden?
  • Wie kann die Hauptaussage des Bilds auf unser Problem übertragen werden?

Auch diese Verknüpfungen werden selbstverständlich für alle sichtbar auf dem Flipchart/der Pinnwand notiert. Dieser Vorgang wird mit den anderen vorliegenden Bildbeschreibungen wiederholt.

Reizbild-Methode
Word-Dokument
2 Seiten, 92.5 KB

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