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Nutzwertanalyse

Die Nutzwertanalyse ist ein Verfahren zur Betrachtung der Attraktivität von Handlungsalternativen, das zum Einsatz kommt, wenn monetäre Kriterien fehlen oder zur Beurteilung der Attraktivität nicht ausreichen. Bei der Nutzwertanalyse können mehrere Alternativen gegenübergestellt und anhand definierter Bewertungsmöglichkeiten verglichen werden.

Vorbereitung

Um die Nutzwertanalyse durchführen zu können, müssen zunächst zwei oder mehrere Handlungsalternativen (Ideen) vorliegen, zwischen denen man eine Auswahl treffen möchte. Die Durchführung erfolgt üblicherweise entweder allein oder in einem kleinen Kreis von Entscheidungsträgern.

Durchführung der Nutzwertanalyse

  • Phase 1: Zunächst werden die Gewichtungsfaktoren festgelegt. Dies geschieht, indem die Zielsetzungen in eine Präferenzordnung zueinander gebracht werden (z.B. Ziel 1 ist wichtiger als Ziel 2, Ziel 2 wichtiger als Ziel 3 usw.). Die Wichtigkeit der Ziele wird mit einem Gewichtungsfaktor (z.B. von Faktor 1 bis Faktor 5) festgelegt. Am Beispiel eines Hallentors könnten moderne Technik und eine gute Abschreibungsmöglichkeit zwei Ziele sein. Die moderne Technik sei in unserem Beispiel mit dem Faktor 4 gewichtet, die gute Abschreibungsmöglichkeit mit dem Faktor 2. Entsprechend ist die moderne Technik doppelt so wichtig wie eine gute Abschreibungsmöglichkeit.
  • Phase 2: Die Bewertung, inwieweit eine Handlungsalternative geeignet ist, die gesetzten Ziele zu erreichen, wird mit einer Punkteskala (z.B. von 0 bis 10 Punkten) beschrieben. Erreicht eine Handlungsalternative 0 Punkte, trägt sie nicht zur Zielerreichung bei. Eine Punktezahl von 10 bedeutet maximale Zielerreichung.
  • Phase 3: Handlungsalternativen, Ziele und Gewichtungsfaktoren (von 1 bis 5) werden anschliessend in einer Tabelle erfasst. Am Beispiel unseres Hallentors könnte die Tabelle folgendermassen aussehen:

Nutzwertanalyse am Beispiel Hallentor

  • Phase 4: Anschliessend werden den Handlungsalternativen Punkte von 1 bis 10 zugeordnet. Je attraktiver eine Alternative ist, desto höher fällt die Punktezahl aus.
  • Phase 5: Nun werden zeilenweise die Punktezahlen der beiden Alternativen mit den Gewichtungsfaktoren multipliziert. Die Produkte werden in die Spalte «Bewertung» eingetragen und anschliessend summiert. Die Tabelle gibt das nachfolgende Ergebnis aus:

Ergebnis Nutzwertanalyse

  • Phase 6: Somit liegt das Ergebnis vor: Mit einen Nutzwert von 190 Punkten im Vergleich zu 135 Punkten ist die Alternative 1 aus Sicht der Abteilung die bessere Wahl.

Sie können diese Tabelle im Excel-Format kostenlose downloaden und mit Zahlen aus Ihrer Abteilung versehen, um die Rechnung erneut durchzuführen.

Nachbereitung

Mit dem Ergebnis der Nutzwertanalyse werden Vor- und Nachteile der betrachteten Alternativen greifbar. Liegen die beiden Nutzwerte wie im Fall des betrachteten Beispiels weit auseinander, liegt die zu wählende Alternative auf der Hand. Bei einer knapperen Entscheidung sollten weitere Zielgrössen untersucht werden.

Stärken und Schwächen der Nutzwertanalyse

Stärken

  • Zahlenwerte ermöglichen direkten Vergleich zwischen mehreren Handlungsalternativen.
  • einfache Handhabung des Verfahrens
  • Mitbewertung von «weichen Faktoren», die ansonsten unberücksichtigt bleiben würden

Schwächen

  • eventuell unterschiedliche Zielvorstellungen mehrerer Entscheider
  • eventuell unterschiedliche Vorstellungen der Entscheider über die Gewichtungsfaktoren

Fazit Nutzwertanalyse

Als quantitatives Instrument bietet die Nutzwertanalyse den Vorteil, dass über errechnete Zahlenwerte ein nachvollziehbarer und transparenter Entscheidungsfindungsprozess stattfindet. Die Entscheidung aus der «hohlen Hand» als typisches Problem der qualitativen Verfahren wird dadurch vermieden. Die Herausforderung bei der Nutzwertanalyse besteht darin, geeignete Zielkriterien festzulegen, zu gewichten und zu bewerten. Gestaltet sich die Konsensfindung zwischen mehreren Entscheidern als schwierig, kann jeder der Teilnehmer für sich eine Nutzwertanalyse durchführen. Die errechneten Nutzwerte aller Teilnehmer können pro Alternative aufsummiert und anschliessend durch die Anzahl der Teilnehmer geteilt werden (arithmetisches Mittel). Dies setzt allerdings voraus, dass sich die Teilnehmer vorher auf die gleichen Ziele und die gleichen Gewichtungen einigen konnten.

Nutzwertanalyse
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1 Seite, 28 KB

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