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Wertschöpfung berechnen

Die Wertschöpfung bzw. Produktivität ist eine Kennzahl, die sich aus dem geschaffenen Wertzuwachs im Verhältnis zu den eingesetzten Mitarbeiterstunden bildet. Sie wird gern für Vergleiche zwischen Unternehmen herangezogen und führt im Anschluss oftmals zu Optimierungsbestrebungen. Allerdings bleibt bei diesen Vergleichen der Automatisierungsgrad unberücksichtigt. So geschieht es, dass hochautomatisierte Unternehmen eine bessere Produktivität aufweisen, da die Anzahl der eingesetzten Mitarbeiter geringer ist. Investition in Maschinen und Anlagensysteme sowie die verlorene Flexibilität werden dagegen ignoriert. So betrachtet, sollte mit der Kennzahl Wertschöpfung sorgsam umgegangen werden. Vergleiche bei ähnlichen Produktionsverfahren sind möglich. Unterscheidet sich jedoch die Art der Fertigung erheblich, sollte auf solche Benchmarks verzichtet werden.

Formel zur Berechnung der Wertschöpfung

WS = US + LZ – Kosten Material/Ah effektiv

WS = Wertschöpfung, angegeben in CHF/Mitarbeiterstunde

US = Umsatz, angegeben in CHF

LZ = Lagerzugang, angegeben in CHF

Kosten Material = Materialkosten, angegeben in CHF

AH effektiv = Summe der effektiven Arbeitsstunden

Anwendung der Kennzahl Wertschöpfung

Die Kennzahl Wertschöpfung kann prinzipiell in allen Unternehmen angewandt werden. Es sollten aber einerseits die Hinweise beachtet werden, die zur Vergleichbarkeit der Kennzahl zwischen Unternehmen getätigt wurden.

Zum anderen ist der Lagerzugang als kritischer Punkt innerhalb der Kennzahl Wertschöpfung zu betrachten. Nach der Betrachtungsweise im Sinne einer Lean-Philosophie ist Überproduktion, und nichts anderes bedeutet Lagerzugang, keine Wertschöpfung, sondern Verschwendung. Die Kennzahl Wertschöpfung belohnt so Aktivitäten, die im Endeffekt zu wirtschaftlich kritischen Situationen für das Unternehmen führen können.

Den Lagerzugang jedoch gänzlich aus der Formel zu entnehmen, würde wiederum zu erheblichen Schwankungen in der Wertschöpfung führen. So mögen in einem Monat viele Kundenaufträge auszuliefern sein, weswegen im begrenzten Rahmen eine Vorfertigung gestartet wurde. Also wäre in diesem Fall in den Vormonaten eine sehr geringe Wertschöpfung zu verzeichnen (wenig Umsatz, aber viele eingesetzte Mitarbeiterstunden). Im Folgemonat dagegen würde die Wertschöpfung dagegen regelrecht explodieren, einfach deswegen, da nun viele Aufträge ausgeliefert werden.

Massnahmen zur Verbesserung der Kennzahl Wertschöpfung

Einiges wurde bereits erwähnt. So kann die Wertschöpfung durch den Automatisierungsgrad verbessert werden. Allerdings bleiben dabei notwendige Investitionen unberücksichtigt. Es ist so wohl mehr von einer Scheinoptimierung zu sprechen.

Viel sinnvoller ist es dagegen, den Aufwand, der durch nichtwertschöpfende Arbeit entsteht, erheblich zu reduzieren. Dazu sind die acht Arten der Verschwendung näher zu betrachten. Verschwendung entsteht durch:

  • Überproduktion
  • Warten
  • Transporte
  • im Herstellprozess selbst (Rüsten, ungeplante Maschinenstillstände)
  • Bestände
  • Bewegungen
  • Qualitätsfehler
  • unergonomische Prozesse

Hier hat die Instandhaltung vielfältige Einsatzmöglichkeiten. So können beispielsweise ungeplante Maschinenstillstände vermieden und Rüstzeiten verkürzt werden. Sie kann mithelfen, Qualitätsfehler zu vermeiden. Anlagen können bezüglich Layout, Zugänglichkeit, schnelle Fehleridentifikation, Energieverbrauch, Bedienerfreundlichkeit, Ergonomie, Mehrmaschinenbedienung … optimiert werden. Was davon im Einzelnen in Betracht kommt, muss dann im konkreten Anwendungsfall entschieden werden.

Wertschöpfung
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1 Seite, 28.5 KB

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