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Produktionskennziffer berechnen

Eine Möglichkeit, um die Güte und die Wirtschaftlichkeit der Instandhaltung zu erfassen bzw. um Tendenzen und Trends zu erkennen, besteht im Vergleich zwischen real angefallenen Instandhaltungskosten zur produzierten Menge. Dabei werden alle direkt zu einer Anlage oder einem Bereich zuzurechnenden Instandhaltungskosten durch die produzierte Stückzahl geteilt. Selbstverständlich kann die Stückzahl auch durch das Gewicht oder das Volumen ersetzt werden. Man nennt diese Kennzahl Produktionskennziffer.

Über diese Produktionskennziffer werden nun Vergleiche zwischen verschiedenen Anlagen, Bereichen oder auch Unternehmen aus der gleichen Branche möglich. Ebenso werden zeitliche Trends erkennbar. Welche Instandhaltungskosten sind innerhalb einer gewählten Zeiteinheit auf ein Produkt oder eine Produktionsmenge entfallen? Wie verhalten sich diese Kosten gegenüber einer anderen Anlage oder einem anderen Standort? Wie haben sich diese Kosten im Laufe der Zeit entwickelt?

Formel zur Ermittlung der Produktionskennziffer

Formel Produktionskennziffer


PK: Produktionskennziffer

IHKosten: real angefallene und direkt zurechenbare Instandhaltungskosten

N: Produktionsmenge in Stück, Tonne, m3

Die Produktionskennziffer wird in CHF/Stück angegeben.

Anwendung der Produktionskennziffer

Wie bereits erwähnt, dient die Produktionskennziffer dazu, Trends und Tendenzen zu verdeutlichen.

Sie kann einerseits zum Vergleich zwischen verschiedenen Anlagen, Bereichen oder Produktionsstandorten angewandt werden. Dabei sollte die Produktionskennziffer aber lediglich als Indiz, als erster Fingerzeig verstanden werden. Unterschiede im Alter von Maschinen und Anlagen, schwankende Marktnachfrage zwischen verschiedenen Produktgruppen oder differierende Arbeitsbedingungen können die Produktionskennziffer erheblich beeinflussen, ohne dass dieses der Instandhaltung zuzuschreiben wäre.

Zum Zweiten können mit ihr zeitliche Entwicklungen verdeutlicht werden. Die Produktionskennziffer ermöglicht damit eine Aussage, wann die Maschine ihre Verschleissgrenze erreicht und Ersatzinvestitionen notwendig werden.

Und schliesslich ist es möglich, anhand der Produktionskennziffer Instandhaltungsstrategien zu bewerten. Letzteres ist besonders interessant, da präventive Instandhaltungsstrategien über eine verbesserte Anlagenverfügbarkeit häufig Kosteneinsparungen verheissen. Im gleichen Zug sind jedoch nicht unerhebliche Aufwände zur Einführung und Umsetzung solcher Strategien notwendig. Was nichts anderes bedeutet, als dass die Ausfallskosten zwar sinken, gleichzeitig aber die direkt zurechenbaren Kosten steigen. Mit der Produktionskennziffer wird es nun möglich, die Veränderung des Gesamtergebnisses zu erfassen. Welche Instandhaltungskosten pro Produktionsmenge ergaben sich vor der Einführung von TPM oder RCM? Welche Kosten fallen danach an?

Massnahmen zur Verbesserung der Produktionskennziffer

Um die Produktionskennziffer zu verbessern, gibt es drei Möglichkeiten, die in engem Zusammenhang miteinander stehen.

Als Erstes ist die Senkung der direkt zuzurechnenden Instandhaltungskosten zu erwähnen. Also der Aufwand, der für Wartungen, Inspektionen, aber auch für Störungssuche und Fehlerbehebung anfällt. Das kann zum einen durch optimierte Wartungs- und Inspektionszyklen und zum anderen durch die Reduzierung von Störungen sowie eine schnellere Störungsbehebung geschehen. Doch Achtung: Werden die Wartungs- und Inspektionszyklen zu selten durchgeführt, unzulässig gekürzt oder gar gänzlich eliminiert, dann wird sich dieses ebenso in steigenden Ausfallskosten auswirken!

Die Reduzierung der Ausfallskosten ist die zweite Möglichkeit, um die Produktionskennziffer zu verbessern. Darunter ist wiederum die Reduzierung oder gar gänzliche Eliminierung von Störungen sowie deren schnelle Behebung zu verstehen. Aber auch hier ist Vorsicht geboten. Denn das, was bereits zur ersten Möglichkeit erwähnt wurde, gilt ebenso an dieser Stelle. Mit präventiven Instandhaltungsmassnahmen können sicher die Ausfallskosten erheblich reduziert werden. Andererseits werden aber die direkt auf eine Anlage oder einen Bereich anzurechnenden Instandhaltungskosten steigen.

Die dritte Möglichkeit besteht in der Erhöhung der Produktionsmenge. Geht man von einem unbegrenzt aufnahmefähigen Markt aus, dann stehen Anlagenverfügbarkeit und erzielte Produktionsmenge in einem direkten Zusammenhang. Ist die Marktnachfrage jedoch limitiert, macht Überproduktion zur Verbesserung der Produktionskennziffer wenig Sinn, da so gleichzeitig die finanzielle Belastung des Unternehmens durch Bestände, Lager und Lagerhaltung erheblich steigt.

Produktionskennziffer
Excel-Dokument
3 Seiten, 52.5 KB

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