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Instandhaltungswirtschaftlichkeitsgrad

Forderungen, die Wirtschaftlichkeit der Instandhaltung zu erfassen, sind logisch und nachvollziehbar. Immerhin muss sich jede Stelle und jeder Bereich im Unternehmen hinterfragen lassen, worin ihr Beitrag zum Gesamtergebnis bestand und besteht.

Allerdings ist die Erfassung der Wirtschaftlichkeit für die Instandhaltung ungleich schwieriger als beispielsweise in Montage oder Fertigung. Denn zu den planbaren Instandhaltungstätigkeiten, wie Wartungsarbeiten oder Inspektionen, kommen Aufgaben, die nur schwer im Voraus zu kalkulieren sind. Wie sollte der in der nächsten Zeitperiode auftretende Aufwand zur Störungsbehebung oder Reparatur auch vernünftig bestimmt werden?

Eine Möglichkeit, die Wirtschaftlichkeit zu bestimmen, ergibt sich aber dennoch durch den Vergleich zwischen Budget und tatsächlich verursachten Kosten. Diese Kennzahl wird als Instandhaltungswirtschaftlichkeitsgrad bezeichnet und resultiert aus dem Quotienten von Sollkosten zu Istkosten der Instandhaltung.

Dabei wird für die Sollkosten das geplante Instandhaltungsbudget verwendet. Die Istkosten der Instandhaltung ergeben sich aus den direkten Aufwänden für eine Anlage bzw. einen Bereich zuzüglich der Ausfallskosten.

Formel zur Ermittlung des Instandhaltungswirtschaftlichkeitsgrads

Formel Instandhaltungswirtschaftlichkeitsgrad


IHWGrad: Instandhaltungswirtschaftlichkeitsgrad

IH-KostenSoll: geplante Instandhaltungskosten

IH-KostenIst: tatsächlich angefallene Instandhaltungskosten wie Ersatzteile, Arbeitsleistung

KAusfall: Kosten, die durch den Ausfall von Maschinen und Anlagen entstehen

Anwendung der Kennzahl Instandhaltungswirtschaftlichkeitsgrad

Der Instandhaltungswirtschaftlichkeitsgrad stellt eine Hilfskennzahl dar, um Indizien zur Wirtschaftlichkeit der Instandhaltung zu erhalten. Anhand dieser Grösse werden Aussagen über den Bedarf von Instandhaltungsaktivitäten an verschiedenen Anlagen möglich. Zudem können unterschiedlich komplexe Anlagen bezüglich ihres Instandhaltungsaufwands verglichen werden.

Allerdings sollten Sie sich hüten, mittels dieser Kennzahl auf die Produktivität der Instandhaltung zu schliessen. Zum einen wird der Instandhaltungswirtschaftlichkeitsgrad ganz erheblich von der Güte der geplanten Instandhaltungskosten beeinflusst. Wurde das Budget zu grosszügig bestimmt, wird der Instandhaltungswirtschaftlichkeitsgrad einen positiven Wert ausweisen. Im Gegenzug sind bei sehr knapper Planung eher negative Werte zu erwarten.

Ebenso soll an dieser Stelle auf die ungenügende Bewertung der Ausfallskosten hingewiesen werden. Wie bereits an anderer Stelle erwähnt, weist eine Anlage je nach Marktlage unterschiedliche tatsächliche Nutzwerte aus. Ist die Nachfrage aktuell eher gering, so sind auch Ausfälle unproblematisch zu verkraften. Gibt es dagegen einen sehr hohen Bedarf an den erzeugten Produkten, können die Ausfallskosten immense Dimensionen annehmen – nämlich dann, wenn Kunden aufgrund mangelnder Lieferfähigkeit zu einem anderen Anbieter wechseln.

Da dieser variable Anlagenwert in der Praxis sehr schwer zu bestimmen ist, hilft man sich gern mit einem Maschinenstundensatz. Der ist aber nichts anderes als eine Verrechnungsgrösse, ein Durchschnittswert, von dem man annimmt, er würde beide Extreme hinlänglich beschreiben. Ob das in der Praxis aber tatsächlich immer so stimmt, muss an dieser Stelle bezweifelt werden.

Massnahmen zur Verbesserung der Kennzahl Instandhaltungswirtschaftlichkeitsgrad

IH-Sollkosten:

  • verbesserte Budgetplanung

Verringerung der Instandhaltungskosten:

  • Optimierung der Instandhaltungsprozesse
  • Verringerung der Instandhaltungszyklen
  • Verringerung der Kosten für spezielle Instandhaltungsmassnahmen (In- oder Outsourcing)

Verringerung der Ausfallskosten:

  • Erhöhung der Instandhaltungszyklen
  • Massnahmen zur präventiven Instandhaltung
  • Massnahmen zur Erfassung des Anlagenzustands
  • Schulung und Qualifizierung des internen Instandhaltungspersonals

Bitte beachten Sie, dass die Verringerung der Instandhaltungskosten und die Verringerung der Ausfallskosten häufig in Konflikt zueinander stehen. Dementsprechend ist für jede Anlage ein entsprechender Kompromiss zu finden.

Instandhaltungswirtschaftlichkeitsgrad
Excel-Dokument
2 Seiten, 39.5 KB

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