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Dringlichkeitsrate

Es gibt Unternehmen, deren Instandhaltungsbereiche sind permanent überlastet. Überstunden, Mehrarbeit, Wochenende – immer Hektik, immer ein Eilen von einer Störung zum nächsten Maschinenstillstand. Und, wenn man den Erfahrungen und Berichten glauben darf, sind diese Unternehmen gar nicht so selten.

Genau für diese Unternehmen wurde nun die Kennzahl Dringlichkeitsrate geschaffen. Sie gibt das Verhältnis von sofort zu erledigenden Aufträgen zu Gesamtaufträgen an und bietet damit die Möglichkeit, die eingangs erwähnte Hektik zu relativieren. Ist die Belastung eher eine empfundene oder eine reale? Wie hat sich die Belastung in den vergangenen Monaten und Jahren entwickelt?

Zugleich bietet die Dringlichkeitsrate den Anlass, um der oder den Ursachen für die Vielzahl von Sofortaufträgen auf die Spur zu kommen. Immerhin gibt es dafür einige Möglichkeiten. So mag tatsächlich eine höhere Anzahl von Störungen und ungeplanten Maschinenstillständen über das Unternehmen hereinbrechen. Aber was sind die Gründe dafür?

Oder wurden dagegen aufgrund von Turbulenzen in der Vergangenheit geplante Instandhaltungsmassnahmen zurückgeschoben, was sich jetzt in Form von häufigeren Ausfällen rächt?

Ebenso ist denkbar, dass die Produktionsbereiche aus den Erfahrungen der Vergangenheit heraus jeden Auftrag brandeilig machen. Umso ihrem Ansinnen eine gewisse Priorität zu verleihen. Leider führt dieses Vorgehen zu einer Inflation der Steigerungsstufen. Aus «dringend» wird «sehr dringend» wird «äusserst dringend» wird …

Wie auch immer, die Dringlichkeitsrate gibt dafür einen ersten Hinweis.

Formel zur Berechnung der Dringlichkeitsrate

Formel zur Berechnung der Dringlichkeitsrate

DR: Dringlichkeitsrate in %

IH-Aufträge sofort zu erledigen: innerhalb der nächsten Zeiteinheit zu erledigende IH-Aufträge (Je nach Unternehmen wird der Begriff «sofort» unterschiedlich interpretiert. Manchmal verbirgt sich dahinter Stunde, manchmal Schicht und manchmal Tag. Entsprechend sollten Sie Ihre Definition wählen.)

IH-Aufträge gesamt: aktueller Bestand an IH-Aufträgen

Anwendung der Kennzahl Dringlichkeitsrate

Anhand der Kennzahl Dringlichkeitsrate können Sie eine momentane oder chronische Überlastung Ihres Instandhaltungsbereichs erkennen. Sie erhalten weiterhin eine Aussage, ob Ihre Instandhaltungsstrategie richtig gewählt ist oder einer Veränderung bedarf. Eine niedrige Dringlichkeitsrate weist auf wenig ungeplante Maschinenstillstände bzw. Störungen hin und bestätigt eher Ihre Strategie. Liegt die Kennzahl dagegen höher, sollten Sie Ihre Strategie

hinterfragen.

Besonderen Wert erhält die Kennzahl, wenn man sie mit vergangenen Werten vergleicht. Warum steigt die Dringlichkeitsrate kontinuierlich an? Haben Ihre Maschinen inzwischen ein Alter erreicht, da sie störanfälliger werden? Wurden neue Mitarbeiter eingestellt oder Prozesse geändert?

Doch Achtung, betrachten Sie die Kennzahl Dringlichkeitsrate zur Bewertung Ihrer Instandhaltungsstrategie niemals allein. Erst in Verbindung mit weiteren Kennzahlen wie Instandhaltungskosten, Gesamtanlageneffektivität, Reaktionszeit der Instandhaltung … werden signifikante Aussagen möglich.

Massnahmen zur Verbesserung der Kennzahl Dringlichkeitsrate

Um die Dringlichkeitsrate zu verbessern, also zu reduzieren, sollten Sie vorab analysieren, worin die Ursachen für die hohe Dringlichkeit bestehen.

Werden die Aufträge durch die Produktionsbereiche nur dringlich gemacht, um ihnen eine gewisse Priorität zu verleihen, liegt die Ursache aller Voraussicht nach in langen Reaktionszeiten der Instandhaltung in der Vergangenheit. In diesem Fall ist ein Vertrauensverlust eingetreten, den Sie in langwieriger Kleinarbeit wieder ausgleichen müssen. Erste Hilfe leistet in diesem Fall oftmals eine Rücksprache: Wie dringend ist dein Problem tatsächlich? Was geschieht, wenn es nicht umgehend gelöst wird? Bis zu welchem Termin muss es spätestens gelöst sein? Und dann gilt es, diesen Termin unter allen Umständen einzuhalten.

Entsteht die Dringlichkeit durch in der Vergangenheit versäumte präventive Instandhaltung, hilft eigentlich nur aufholen, aufholen und nochmals aufholen. Zur Not auch mit externer Unterstützung.

Und sind die Aufträge tatsächlich dringend, ist deren Ursache zu hinterfragen. Was läuft schief mit unserer Instandhaltungsstrategie? Werden die Ursachen für Fehler an den Maschinen behoben oder nur die Symptome? Was muss getan werden, dass diese Fehler nicht mehr auftreten?

Dringlichkeitsrate
Excel-Dokument
3 Seiten, 49 KB

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