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Kennzahl «Anteil vorbeugender Instandhaltung»

Die Kennzahl «Anteil vorbeugender Instandhaltung» bildet das Verhältnis zwischen Präventivmassnahmen und Gesamtaktivitäten der Instandhaltung ab. Ihre Umkehrung findet die Kennzahl im Verhältnis von ungeplanten Aufträgen zu Gesamtaktivitäten.

Diese Kennzahl ermöglicht damit wichtige Aussagen zur Planbarkeit von Instandhaltungsaktivitäten, deren Vorteile eindeutig sind. Notwendige Ressourcen und Kapazitäten können so wesentlich genauer bestimmt werden. Produktionsprozesse und Instandhaltungsmassnahmen lassen sich aufeinander abstimmen. Die Beschaffung von Ersatzteilen kann zu dem Termin veranlasst werden, da das Teil tatsächlich benötigt wird.

Natürlich wird eine 100 %ig geplante Instandhaltung praktisch nie möglich sein. Auch Branchen, in denen ungeplante Anlagenstillstände zu immensen Konsequenzen führen (Luftfahrtindustrie, Energieversorgung oder auch Medizintechnik), müssen letztlich mit einem gewissen, wenn auch minimalem Risiko leben.

Andererseits ist jedoch in diesen Bereichen der Anteil von Störungen und Defekten, die wiederum ungeplante Instandhaltungsmassnahmen auslösen, sehr gering. Im Sinne eines abgestimmten, aufeinander angepassten Vorgehens im Unternehmen sollte es also Ziel sein, den Anteil der geplanten Instandhaltung hoch zu halten. Damit, so der Schluss, werden gleichzeitig die Anzahl von Störungen und ungeplanten Maschinenstillständen minimiert. Ob dem tatsächlich so ist, weist die Kennzahl «Anteil vorbeugender Instandhaltung» im Vergleich mit der Anzahl von aufgetretenen Störungen aus.

Formel zur Ermittlung des Anteils vorbeugender Instandhaltung

Formel Anteil vorbeugender Instandhaltung

AVI: Anteil vorbeugender Instandhaltung in %

IH Aufträge geplant: geplante Instandhaltungsaufträge in Stück, Zeit oder CHF

IH Aufträge gesamt: Instandhaltungsaufträge gesamt in Stück, Zeit oder CHF

Anwendung der Kennzahl «Anteil vorbeugende Instandhaltung»

Die Kennzahl «Anteil vorbeugende Instandhaltung» liefert Ihnen eine Aussage, welcher anteilige Aufwand in präventive Instandhaltungsmassnahmen investiert wurde. Dabei ist es recht sinnvoll, den Anteil der vorbeugenden Instandhaltung sowohl für die Anzahl der Aufträge, für die benötigten Arbeitsstunden und die aufgewendeten Instandhaltungskosten zu ermitteln. So lassen sich interessante Vergleiche durchführen.

Tendenziell sollten Aussagen möglich sein, dass der Anteil vorbeugender Instandhaltung nach Aufträgen höher als der nach eingesetzten Arbeitsstunden ist. Auch sollte der Wert des Anteils vorbeugender Instandhaltung nach Kosten geringer als der nach Anzahl Aufträge sein. Immerhin gelten geplante Instandhaltungsmassnahmen als unaufwendiger und sparsamer. Ist diese Tendenz in Ihren Kennzahlen nicht erkennbar, sollten Sie dringend die Arbeitsabläufe und Prozesse bei vorbeugender Instandhaltung untersuchen. Ein nicht unerhebliches Optimierungspotenzial scheint so sehr wahrscheinlich.

Weiterhin können Sie die Kennzahl nutzen, um die Planbarkeit ihrer Instandhaltung voranzutreiben. Das betrifft u.a. Personalressourcen, Schichtmodelle, benötigte Spezialwerkzeuge, Ersatzteile … Auch die Planung von Instandhaltungsaktivitäten im Produktionsprozess wird so möglich. Wenn vorab bekannt ist, dass eine Anlage für zwei Stunden in den nächsten zwei Wochen für Wartungsarbeiten benötigt wird, kann diese durch den Fertigungssteuerer entsprechend freigeplant werden.

Massnahmen zur Verbesserung des Anteils vorbeugender Instandhaltung

Grundlagen zur Planung von vorbeugenden Instandhaltungsmassnahmen finden Sie einerseits in den vom Hersteller gelieferten Dokumentationen. Dort ist in aller Regel gut aufgeführt, welche Arbeiten in welchen Zyklen an welchen Bauteilen oder Baugruppen auszuführen sind.

Sollten diese Dokumentationen nicht verfügbar sein, hilft Ihnen eine Analyse der in der Vergangenheit aufgetretenen Störungen weiter. Diese weisen sehr häufig aus, welche Anlagenteile oder Elemente besonders störanfällig sind und/oder zu grösseren Schäden führten.

Ergänzt werden sollte die Störungsanalyse durch eine umfassende Grundreinigung der Maschine bei gleichzeitiger Inspektion.

Aus diesen Ergebnissen leiten sich dann Wartungs- und Inspektionspläne für unterschiedliche Perioden ab. Im Weiteren können Sie nun mittels Zeitaufnahme ermitteln, welche Stillstandszeiten für den jeweiligen Wartungszyklus notwendig sind. Auch lassen sich eventuell benötigte Ersatzteile und Werkzeuge entsprechend planen.

Anteil vorbeugender Instandhaltung
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3 Seiten, 50.5 KB

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