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Ausfallgrad berechnen

Der Ausfallgrad stellt das prozentuale Verhältnis zwischen aufgewendeter Zeit für Instandhaltungsmassnahmen und Soll-Belegungszeit der Maschine und Anlage dar. Dabei werden unter aufgewendeter Zeit für Instandhaltungsmassnahmen alle Aktivitäten verstanden, die der Wartung, Inspektion, Reinigung, Überprüfung, Störungssuche und Reparatur dienen. Das bedeutet, dass die Ausfallrate sowohl geplante als auch ungeplante Stillstände umfasst. Dabei wird davon ausgegangen, dass die Anlage rein theoretisch 24 Stunden an sieben Tagen die Woche arbeiten könnte. Von dieser theoretisch möglichen Zeit ist die Zeit, in der keine Produktion geplant ist, abzuziehen. So reduziert sich die Soll-Belegungszeit in einem Unternehmen, welches zehn Schichten pro Woche Produktion geplant hat, je nach Tarifmodell auf 75 bis 85 Stunden. Dieser Umfang bildet die Basis, von der in der Praxis ein gewisser Teil für Instandhaltungsaktivitäten verloren geht. Das Verhältnis von beiden gibt den Ausfallsgrad an.

Formel zur Ermittlung des Ausfallgrads

Formel zur Ermittlung des Ausfallgrads

AG: Ausfallgrad

SZ: Soll-Belegungszeit

IAZ: instandhaltungsbedingte Ausfallzeiten

Die Einheit des Ausfallgrads wird in Prozent angegeben.

Anwendung der Kennzahl Ausfallgrad

Die Kennzahl Ausfallgrad kann für alle Arten von diskreter Fertigung angewandt werden. Besonders geeignet ist sie für Grossserien- und Massenfertigung. Allerdings verfolgt sie einseitig die Verluste, die durch Instandhaltungsmassnahmen hervorgerufen werden. Verluste durch Minderqualität, durch verringerte Anlagengeschwindigkeit oder durch Rüsten und Einrichten bleiben unberücksichtigt. So betrachtet, weist die Kennzahl lediglich das Optimierungspotenzial aus, welches direkt in Richtung Instandhaltung zielt. Eine ganzheitliche Betrachtung der Leistungsfähigkeit der Anlage erfolgt nicht. Um dies zu ermöglichen, ist die Kennzahl Gesamtanlageneffektivität (GEFF) besser geeignet.

Massnahmen zur Verringerung des Ausfallgrads

Um zielgerichtete Massnahmen zur Verringerung des Ausfallgrads einzuleiten, ist es zuallererst wichtig, die Ausfälle im Detail zu analysieren. Oftmals kristallisieren sich dabei drei grosse Bereiche heraus:

  • Verluste durch Störungen und Defekte
  • Verluste durch geplante Instandhaltungsmassnahmen
  • Verluste durch Reinigungsarbeiten

Verluste durch Störungen und Defekte können im Wesentlichen durch vorbeugende Instandhaltungsmassnahmen reduziert werden. Dazu gehören u.a.:

  • regelmässige Wartungen und Inspektionen
  • zustandorientierte Überwachung der Maschinen und Anlagen
  • präventive Instandhaltungsmassnahmen
  • Schaffung entsprechender Redundanzen und Ausweichmöglichkeiten

Welcher der Ansätze im Einzelnen zur Anwendung kommt, muss entsprechend der jeweiligen spezifischen Situation im Unternehmen entschieden werden. Allerdings sollten Sie beachten, dass die an dieser Stelle aufgeführten Ansätze sich teilweise im Konflikt zueinander befinden. Für detailliertere Informationen empfehlen wir Ihnen die Ausführungen bezüglich Instandhaltungsstrategien.

Weiterhin sollten Sie beachten, dass der Zeitumfang zur Behebung von Störungen und Defekten wesentlich von einem anderen Aufwand beeinflusst wird. Zu diesen zählen beispielsweise die Suche des Fehlers, die Zugänglichkeit zu Baugruppen und Maschinenkomplexen oder die Verfügbarkeit von Dokumentationen, Werkzeug bzw. Ersatzteilen. Mit entsprechenden Strategien wird es möglich, die Ausfallzeit aufgrund von Störungen wesentlich zu reduzieren.

Verluste durch geplante Instandhaltungsmassnahmen werden häufig bewusst in Kauf genommen, um Verluste durch ungeplante Maschinenstillstände zu vermeiden. Allerdings empfiehlt es sich, diese geplanten Instandhaltungsmassnahmen in Zeiträume zu verlagern, in denen keine Produktion geplant ist. Viele Unternehmen nutzen dazu die Wochenenden oder Nachtschichten.

Dagegen können Reinigungsarbeiten selten in diese Zeiten verlagert werden, da diese in den meisten Fällen durch die Produktionsbereiche selbst vorgenommen werden. Reinigungszeit ist damit gleich Arbeitszeit durch die Produktion gleich Ausfallzeit an den Maschinen und Anlagen. Manche Unternehmen versuchen dies zu umgehen, indem sie externe Unternehmen mit der Reinigung der Anlagen am Wochenende beauftragen. In den meisten Fällen sind die Erfahrungen mit diesem Ansatz aber ungenügend, da die Fachkenntnis der verwendeten Maschinen fehlt. Hilfreicher ist es aus unserer Sicht, die Reinigungsarbeiten zu analysieren und zu optimieren. Oftmals schaffen bereits einfach zu lösende Befestigungen, Schmutzabdeckungen oder klar erkenntliche Maschinenzustände Zeitvorteile, die sich direkt positiv auf den Ausfallgrad auswirken.

Ausfallgrad
Excel-Dokument
2 Seiten, 39.5 KB

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