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Kennzahl «technische Ausfallrate»

Während die störungsbedingte Minderleistungsquote den durch eine Störung verursachten Produktionsausfall erfasst und damit eher einen betriebswirtschaftlichen Hintergrund hat, beschränkt sich die technische Ausfallrate auf die Erfassung der Ausfallzeiten in Relation zur Soll-Belegungszeit. In der Praxis ist damit die technische Ausfallrate wesentlich einfacher zu ermitteln, da eine kostenmässige Erfassung häufig Diskussionen nach sich zieht. Soll deren Bewertung nun nach Maschinenstundensätzen, nach Herstellkosten oder nach entgangenen Verkäufen erfolgen? Im Gegenzug ist die technische Ausfallrate bei Weitem nicht so aussagekräftig und bestimmt lediglich die Zeit, in der diese Anlage oder Maschine nicht eingesetzt werden konnte. Welche Verluste daraus tatsächlich entstehen, bleibt unbewertet. So betrachtet, eignet sich die technische Ausfallrate v.a. für Anlagen, die nicht für einen permanenten Produktionsprozess vorgesehen sind. Haus- und Gebäudetechnik gehören dazu ebenso wie Transportgeräte oder die Maschinen eines Werkzeugbaus.

Berechnung der technischen Ausfallrate

Berechnung der technischen Ausfallrate

ARtech: technische Ausfallrate

AZtech: technische Ausfallzeit

SZ: Soll-Belegungszeit

Die technische Ausfallrate wird in Prozent angegeben.

Anwendung der Kennzahl technische Ausfallrate

Wie bereits beschrieben, eignet sich die Kennzahl technische Ausfallrate v.a. für Maschinen und Geräte, bei denen die Bewertung der produktiven Minderleistung nur schwerlich möglich ist. Dazu gehören u.a. Haus- und Gebäudetechnik, Transportgeräte oder nicht permanent genutzte Maschinen.

Umstritten ist bei der technischen Ausfallrate, ob sie lediglich klassische Störungen umfassen sollte oder ebenso Ausfälle, die aufgrund vorbeugender Instandhaltung oder Generalinstandsetzungen entstehen. Wir möchten an dieser Stelle für Letzteres plädieren, da es aus der Sicht des Nutzers uninteressant ist, welche Ursachen zur Nichtverfügbarkeit führten. Der Effekt bleibt der Gleiche: Die Anlage oder das Gerät ist nicht einsetzbar.

Massnahmen zur Reduzierung der technischen Ausfallrate

1. Ermittlung der Ursachen für Ausfälle

Die wohl erste Massnahme zur Reduzierung der technischen Ausfallrate besteht in einem Aufspüren der Ursachen, die immer wieder zu Störungen führen. Dazu empfiehlt es sich, eine Störliste zu führen, die im Minimum das Datum der aufgetretenen Störung, die Ausfalldauer, das aufgetretene Problem, dessen Ursache und die getroffenen Massnahmen umfassen sollte. Diese Störliste bildet eine wichtige Grundlage, um nach einer gewissen Zeit die aufgetretenen Fehler klassifizieren und Schwerpunktprobleme ermitteln zu können. Selbstverständlich sind im Anschluss an die Identifikation der Schwerpunktprobleme geeignete Massnahmen zu deren Abstellung zu treffen und umzusetzen.

2. Vorbeugende Instandhaltung

Obwohl wir empfehlen, die Zeit für geplante Stillstände in die technische Ausfallrate einzurechnen, ist es dennoch sehr hilfreich, vorbeugende Instandhaltung im Sinne von Wartung und Inspektion vorzunehmen. Oftmals können damit die Ausfallzeiten wesentlich verkürzt werden. Auch wird es möglich, die Instandhaltungsaktivitäten ausserhalb der Nutzungszeiten zu planen. Selbstverständlich sind für diese geplanten Instandhaltungsaktivitäten entsprechende Wartungs- bzw. Inspektionspläne notwendig.

3. Ermittlung der wahrscheinlichen Ausfallzeit durch Diagnoseverfahren

Manche der potenziellen Störungen können mittels Wartungs- und Inspektionsaktivitäten sehr gut erfasst werden. Andere jedoch sind mit diesen Massnahmen nicht oder nur mit sehr hohem Aufwand zu identifizieren. In diesem Fall eignen sich Diagnoseverfahren, um die Ausfallwahrscheinlichkeit abzuschätzen. Folgende Diagnoseverfahren werden häufig angewandt:

  • Vibroakustische Diagnoseverfahren
  • Diagnose von Spielen und Verlagerungen an Wellensysteme
  • Diagnose mittels mechanischer bzw. elektrischer Prozessgrössen
  • Analyse von Abriebprodukten und Partikeln
  • Technoendoskopie
technische Ausfallrate
Excel-Dokument
2 Seiten, 41.5 KB

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