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Störungsbedingte Minderleistungsquote ermitteln

Die Kennzahl störungsbedingte Minderleistungsquote ermittelt den Produktionsausfall aufgrund von Störungen und setzt diesen ins Verhältnis zur Nennproduktion innerhalb der Soll-Produktionszeit. Dabei kann der Produktionsausfall in Zeiteinheiten, Stück oder Geldeinheiten angegeben werden. Die Kennzahl ist damit besonders interessant zur Steuerung eines Produktionsbereichs, da sie den Verlust, der durch die aufgetretenen Störungen eintrat, beziffert und bewertet. Im Vergleich mit anderen Minderleistungsquoten (Qualität, Verfügbarkeit des Materials oder Defizite bei den Mitarbeitern) wird damit eine Gewichtung möglich, welcher Einflussfaktor die umfassendste Ursache für zu geringe Produktivität darstellt.

So betrachtet ist die Erfassung der Kennzahl störungsbedingte Minderleistungsquote immer dann zu empfehlen, wenn sich der Ausfall einer Maschine oder Anlage direkt in Stückzahlen, Volumen oder Geldeinheiten beziffern lässt. Das betrifft v.a. Produktionsmaschinen in der diskreten Fertigung, aber auch Anlagen der kontinuierlichen Fertigung können auf diesem Weg erfasst werden.

Ungeeignet ist die Kennzahl störungsbedingte Minderleistungsquote dagegen für Maschinen und Anlagen, deren Ausfall nicht direkt zu einer verringerten Ausbringung führt. Das betrifft v.a. Fälle, in denen auf Parallelmaschinen ausgewichen werden kann oder die betroffene Maschine nur sporadisch benötigt wird. In diesem Fall empfiehlt sich eher die technische Ausfallrate.

Berechnung der Kennzahl störungsbedingte Minderleistungsquote

Berechnung der Kennzahl stoerungsbedingte Minderleistungsquote

MLQ: störungsbedingte Minderleistungsquote

n geplant: geplante Stückzahl oder geplantes Volumen

n tatsächlich: tatsächlich erreichte Stückzahl

Die störungsbedingte Minderleistungsquote wird in Prozent angegeben.

Anwendung der Kennzahl störungsbedingte Minderleistungsquote

Wie bereits beschrieben, eignet sich die Kennzahl störungsbedingte Minderleistungsquote v.a. dafür, um an Produktionsmaschinen den tatsächlich eingetretenen Verlust beziffern zu können. Schwierigkeiten ergeben sich aber oftmals bei der Zurechnung der Ursachen. So mag die Minderleistungsquote allgemein noch ausreichend aussagefähig sein. Bei der Zurechnung auf Störungen jedoch werden oftmals die tatsächlichen Ursachen für den Ausfall nicht genügend erfasst. So mögen Materialprobleme die Ursache für Maschinenstörungen bilden, bis dies jedoch erkannt wird, vergeht häufig eine nicht unerhebliche Zeit. So wird die störungsbedingte Minderleistungsquote einen kritischen Wert aufweisen, obwohl das schlecht verarbeitbare Material das tatsächliche Problem darstellt. Ähnliches gilt für Bedienungsfehler oder Logistikprobleme. Aus diesem Grund sollte die störungsbedingte Minderleistungsquote immer nur den Anlass zur Ermittlung des ursächlichen Problems bieten.

Massnahmen zur Reduzierung der störungsbedingten Minderleistungsquote

Eine Reduzierung der störungsbedingten Minderleistungsquote kann nur dann nachhaltig erfolgen, wenn die tatsächlichen Ursachen bekannt sind. Aus diesem Grund sollte zur Reduzierung der Kennzahl ein Problemlösezyklus angewandt werden. Als Methoden eignen sich der PDCA-Zyklus (plan – do – check – act), der DMAIC-Kreis (define – measure – analyze – improve – control) oder ein sechsstufiges Verfahren, wie es in der nachfolgenden Grafik dargestellt ist.

Der sechsstufige Zyklus zur Problemlösung

All diese Methoden starten mit einer Analysephase. Für diese eignen sich u.a. folgende Werkzeuge:

Sind die tatsächlichen Ursachen für die Minderleistung erfasst, werden im nächsten Schritt Ideen zu deren Behebung entwickelt. Dazu eignen sich alle Kreativitätswerkzeuge wie Brainstorming, Brainwriting, 6-3-5, Synektik oder morphologischer Kasten.

Anschliessend sind aus diesen Ideen Lösungspakete zu entwickeln, welche wiederum im nächsten Schritt bewertet werden.

Als letzte Schritte erfolgen die Umsetzung und die Bewertung des Erfolgs der getroffenen Massnahmen. Aus diesen Ergebnissen leiten sich alle weiteren Aktivitäten ab.

störungsbedingte Minderleistungsquote
Excel-Dokument
2 Seiten, 45.5 KB

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