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Ersatzteillagerquote berechnen

Die Ersatzteillagerquote gibt den prozentualen Anteil des Werts der Ersatzteile bezogen auf den Wert der Anlage wieder. Als Grundlage gilt dabei der Wiederbeschaffungswert - sowohl für die Ersatzteile als auch für die Anlage. Mittels des Wiederbeschaffungswerts können Schwankungen durch Preissteigerungen, Inflation oder auch Preisverfall erfasst werden.

Die Ersatzteillagerquote ist weiterhin eine anlagenspezifische Kennzahl, die aussagt, welche Ersatzteilbestände für die jeweilige Maschine notwendig sind. Es werden also im ersten Moment nur die Ersatzteile erfasst, die klar einer bestimmen Anlagen bzw. Maschine zuzurechnen sind. Mehrfachverwendete Ersatzteile bleiben in der klassischen Anwendung der Kennzahl unberücksichtigt.

So betrachtet, ist die Ersatzteillagerquote ein Element, um die Kosten über den gesamten Anlagenlebenszyklus zu erfassen. Man nennt diese Kosten des gesamten Anlagenlebenszyklus auch Total Cost of Ownership (TCO). TCO erfasst neben den Anschaffungs- und Aufstellungskosten auch den Aufwand für Instandhaltungsarbeiten, die Betriebskosten und eben die notwendige Bevorratung mit Ersatzteilen.

Sie gibt damit in Summe eine Aussage, mit welchen Kosten der Betreiber der Anlage über deren gesamten Lebenszyklus zu rechnen hat und soll zu besseren und genaueren Kaufentscheidungen verhelfen.

Formel zur Ermittlung der Ersatzteillagerquote

Formel zur Ermittlung der Ersatzteillagerquote

ETQuote: Ersatzteillagerquote (in %)

∑ WBWErsatzteile: Summe des Ersatzteillagerbestands für die jeweilige Anlage nach Wiederbeschaffungswert (in CHF)

WBWAnlage: Wiederbeschaffungswert der Anlage (in CHF)

Anwendung der Kennzahl Ersatzteillagerquote

Die Ersatzteillagerquote ist ein wichtiges Element, um die Gesamtbetriebskosten der Anlage zu erfassen. Auf dieser Grundlage wird die genauere Auswahl von Lieferanten möglich, da nicht nur die Anschaffungskosten zur Kaufentscheidung herangezogen werden, sondern auch die Betriebskosten.

Leider sind diese Betriebskosten erst nach einigen Jahren mit letzter Sicherheit zu ermitteln. Von den Vorteilen des Total-Cost-of-Ownership-Ansatzes können damit vor allem mittlere und grosse Unternehmen profitieren, die immer wieder neue Maschinen und Anlagen beschaffen und so ihre Investitionsentscheidung auf eine sicherere Basis stellen.

Für kleinere Unternehmen gibt die Kennzahl eher eine Handlungsempfehlung, welche Ersatzteilkosten für die Maschine eingeplant werden sollten.

Massnahmen zur Verbesserung der Ersatzteillagerquote

Die Ersatzteillagerquote kann nicht einfach gesteigert oder gesenkt werden. Abgesehen davon, dass pauschal keine Aussage möglich ist, ob eine niedrigere oder höhere Ersatzteillagerquote den besseren Wert darstellt, die Kennzahl können Sie nur sinnvoll verändern, wenn sie gleichzeitig die Anlagenverfügbarkeit und die schnelle Behebung von ungeplanten Stillständen im Blick haben. Könnte ja sein, Sie senken den Bestand an Ersatzteilen für diese Anlage und zwei, drei Monate später fehlt Ihnen genau das Ersatzteil. Worauf Sie mehrere Tage warten müssen, bis das Teil bei Ihnen eintrifft.

Um die Ersatzteillagerquote zu senken, gibt es prinzipiell folgende Ansätze:

  • Optimierung der Maschinen und Anlagen: Finden Sie heraus, welche kritischen, weil fehleranfälligen Teile in Ihren Anlagen verborgen sind! Analysieren Sie weiterhin die Ursache für deren Ausfall und optimieren Sie anschliessend!
  • regelmässiges Inspizieren und Überprüfen des Anlagenzustands: Überprüfen Sie in den Wartungszyklen zugleich den Anlagenzustand! Oftmals kündigt sich der Ausfall bestimmter Teile an und ist an Verfärbungen, Geruch, Geräusch usw. zu erkennen.
  • vorausschauendes Erfassen des Anlagenzustands und des Verschleissgrads (Condition Monitoring): Überwachen Sie den Verschleissgrad von sehr kritischen Teilen! So können Sie rechtzeitig die notwendigen Ersatzteile bestellen.
  • Festlegen geeigneter Bestellpunkte: Legen Sie im Zusammenhang mit Ihren geplanten Wartungsaktivitäten gleichzeitig fest, welche Teile auszuwechseln sind! Aufgrund dieser Planung können Sie die Teile rechtzeitig beim Lieferanten bestellen.
  • Bestellung und Bevorratung nach dem Pull-Prinzip: Nutzen Sie für immer wieder benötigte Ersatzteile eine Belieferung nach dem Kanban-Prinzip!
  • Mehrfachverwendung von Ersatzteilen: Überprüfen Sie an anderen Maschinen, welche Ersatzteile mehrfach verwendet werden können und damit nur einmal auf Lager gelegt werden müssen.
Ersatzteillagerquote
Excel-Dokument
2 Seiten, 45 KB

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