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Silver Surfer - Seniorenmarketing

Seit ungefähr 100 Jahren altert unsere Gesellschaft kontinuierlich. Den verbesserten Lebens- und Umweltbedingungen und dem Fortschritt in der Medizin verdanken wir diese ständige Erhöhung unserer Lebenserwartung.

Selbstverständlich wird diese Entwicklung von den einzelnen Menschen positiv bewertet. Politik und Gesellschaft sprechen aber auch seit Jahrzehnten vom Wandel des Altersaufbaus im Zusammenhang mit der Finanzierung der AHV und der Pensionskassen. Somit entsteht verstärkt ein eher negatives Altersbild.

Auf der Gegenseite dazu hat die Industrie bereits kurz vor Beginn dieses Jahrtausends die Senioren als neue Marketingzielgruppe entdeckt. Die Gründe dafür waren zum einen ihr wachsender Anteil an der Gesamtbevölkerung und zum anderen ihr überdurchschnittliches Einkommen respektive Vermögen, welches für Konsum zur Verfügung steht.

In der Marketingsprache werden Senioren deswegen auch eher als «Best Ager», «Master Consumer», «50plus» oder «Generation Gold» bezeichnet, denn als «Pensionäre» oder «Rentner».

Die Altersgrenze legen die Unternehmen je nach Produkt- oder Dienstleistung dabei selber fest. Oftmals geht man von einem Alter ab 50 Jahren aus, denn ab diesem Alter beginnt für viele Menschen eine Phase der Neuorientierung, da die Kinder das Haus verlassen haben, die Hypothek auch schon kräftig abbezahlt ist und die Wertschätzung der Freizeit zusehends zunimmt. Psychologisch ist es aber vernünftiger, die Senioren erst ab 60 mit Schlagwörtern, wie 60plus-Generation anzusprechen, da die Fünfzigjähren sich des Alters und der neuen Möglichkeiten noch kaum bewusst sind und deshalb eher negativ reagieren, wenn man sie bereits zu den «Alten» zählt.

Senioren im Internet

1998 gründeten Karl Fischbach und seine Frau Margit die Online-Community Seniorentreff.de. Dort treffen sich Senioren, um über Grundgedanken zu sprechen oder einfach nur zu quatschen. Die Fischbachs hatten bei ihren Verwandten und Bekannten erfahren, dass die Teilnahme am sozialen Leben im Alter abnimmt und wollten diesem Trend entgegenwirken. Dank dieser Online-Community konnten sich Senioren zu einem Kinobesuch oder einem Kaffeeklatsch verabreden und über ihre Herausforderungen sprechen. Auch wurden bereits zu Beginn Internetkurse angeboten, damit die Senioren einander E-Mails schreiben und Bahntickets kaufen konnten.

Dieser Treff erfreute sich grosser Beliebtheit, sodass es bald in weiteren Städten und Ländern Seniorentreffs gab, denn gerade für Senioren ist das Internet eine gewaltige Hilfestellung für ihren Alltag. Senioren mit einer Einschränkung in ihrem Bewegungsapparat können dank dem Internet ihre Lebensmittel einkaufen, Menschen mit einer Einschränkung beim Sehen können sich aktuelle Zeitungsartikel herunterladen und sich diese auf dem PC vorlesen lassen und dank des E-Mails erreichen die Grosseltern auch immer wieder aktuelle Fotos von ihren Enkeln oder von Verwandten aus Übersee.

Das Internet bietet entsprechend vielen Senioren eine grossartige Lebenshilfe, und wenn wir uns vor Augen halten, dass alle heutigen Senioren den Umgang mit diesem Medium in einem hohen Alter erlernen mussten, dann können wir das Potenzial des Internets im Alter, wenn die Menschen, die heute mit dem Internet aufwachsen, einmal Senioren sind, nur sehr schwer vorstellen, aber doch erahnen.

Der Silver Surfer

Silver Surfer ist eben jene Bezeichnung für ältere Internetnutzer ab einem Lebensalter von ca. 50 Jahren. Der Name ist eine Anspielung auf die vermeintlich silbergrauen Haare älterer Nutzer.

Im Jahre 2007 gab es Untersuchungen zufolge erstmals mehr über 60-Jährige als unter 20-Jährige im Internet. In Deutschland gibt es knapp sieben Millionen Silver Surfer. Dabei entfallen 4,2 Millionen auf die 50- bis 59-Jährigen, 2,5 Millionen auf die 60- bis 69-Jährigen und nur 0,4 Millionen auf die über 70-Jährigen.

In der Schweiz ist die proportionale Verteilung ähnlich.

Interessen und Einstellungen der Silver Surfer zu bestimmten Ausprägungen des Internets unterscheiden sich zum Teil von denen der jüngeren Generationen. Neben den klassischen Funktionen, wie dem E-Mail-Austausch, liegen die Interessen vieler Silver Surfer vermehrt in Bereichen wie Gesundheit, Lebensführung und Reisen.

Silver Surfer sind überproportional beteiligt an den Umsätzen im Onlineshopping, was an den langjährigen Erfahrungen beim Versandhandel liegt. Beim Bezahlen bevorzugen die meisten die klassische Methode per Rechnung, da der Kauf per Kreditkarte als zu unsicher empfunden wird.

Seniorenmarketing
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Fachartikel: Silver Surfer - Seniorenmarketing

Unsere Gesellschaft altert kontinuierlich. Folglich verschiebt sich die Marketingzielgruppe auf die Senioren. Untersuchungen zufolge gibt es bereits mehr Über-60-Jährige als Unter-20-Jährige Surfer. Interessen und Einstellungen der Silver Surfer zu bestimmten Ausprägungen des Internets unterscheiden sich jedoch von denen der jüngeren Generationen. Um diese Zielgruppe vollständig zu erreichen, ist es nun erforderlich die Marketingstrategien an die Bedürfnisse der älteren Generation zu adaptieren.

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