gratis e-Magazin abonnieren

Mit Know-how und Kompetenz die Karriere fest im Griff!

Jetzt abonnieren

Planung unterschiedlicher Lagersysteme

Die Lagerung von Paletten in Palettenlager und deren Bedienung mit unterschiedlichen Geräten ist eine Schwerpunktfunktion innerhalb der Logistikketten in Industrie, Handel und Dienstleistung. Dazu existiert auf dem Markt ein grosses Angebot an unterschiedlichen Lager- und Bedientechniken. Deshalb ist die Auswahl sowohl bei Neuinvestitionen wie bei Erweiterungen schwierig.

Zur Erfüllung der zentralen Aufgabe des Lagerns ist eine Reihe von Funktionen mit den dazugehörenden Einrichtungen der Materialflusstechnik und Steuerungs- sowie Informationssystemen erforderlich. Dabei beeinflusst die Lagereinheit mit ihren verschiedenen Charakteristika die Auswahl der Lagereinrichtungen und ihre Bedienung. Besondere Beachtung verdienen dabei die verschiedenen Lagersysteme vom Bodenblocklager und Palettenregal bis hin zum Satellitenlager und Hochregallager.

Die Lagerung von Gütern

Kostenproblem Lagerung

Eines der kostenträchtigsten Glieder in der Wirtschaftskette ist die Lagerung. Deshalb ist man ständig bemüht, das Lagern von Artikeln möglichst zu vermeiden. Doch hat dies in den verschiedenen Methoden meist nur dazu geführt, dass dieser Punkt nie ganz unterdrückt werden konnte, sondern allenfalls verschoben wurde.

Hersteller müssen lagern

Doch nicht jeder Artikel lässt sich immer auf die Strasse verbannen. Auch Hersteller müssen lagern und sehen sich dabei einem wachsenden Angebot an effizienten Lagertechniken gegenüber.

Charakteristika der Lagereinheit

Wichtig für die Lagereinheit sind Charakteristika wie Abmessung, Gewicht, Bodenbeschaffenheit, Stabilität und Stapelfähigkeit und deren Beeinflussung der Auswahl der Lagereinrichtungen und ihrer Bedienung. Bei den Lagereinheiten mit ihren Definitionen und Formen werden die Stückgüter unterschieden in Lagergüter ohne und Lagergüter mit Ladehilfsmitteln.

Funktionssicherheit bei Ladehilfsmitteln

Lagergüter mit Ladehilfsmitteln sind aufgrund höherer Funktionssicherheit durch Formhaltigkeit und Stabilität der Ladehilfsmittel von grosser Bedeutung bei den errichteten Lagern. Sie sind für die Bedienung der Lager durch manuelle und speziell automatische Lagergeräte von Vorteil.

Günstige Raumausnutzung

Zudem ist eine günstigere Raumausnutzung bei verbesserter Übersicht gegeben, wenn in Abhängigkeit vom jeweiligen Lagervolumen pro Artikel das optimale Ladehilfsmittel ausgewählt wird.

Kataloge von Ladehilfsmitteln

So sind inzwischen für die unterschiedlichen Anwendungen regelrechte Kataloge von Ladehilfsmitteln entstanden, wie sich am Beispiel eines Ladehilfsmittelkatalogs für den Handel zeigt. Eine weitere Optimierung wird dadurch den modularen Aufbau solche Ladehilfsmittelreihen erreicht.

Die Palette als bedeutendstes Ladehilfsmittel

Als erstes Ladehilfsmittel in der Geschichte moderner Lagertechnik ist die Palette mit all ihren Derivaten weiterhin das bedeutendste Ladehilfsmittel, insbesondere in der Distribution, und wird in dem Beitrag deshalb bei der Darstellung von Systemen und ihrer Planung als Basis für die zu benutzende Lagereinheit herangezogen.

Der Gabelstapler als Lagergerät

Mit der Palette als Ladehilfsmittel sowie dem Gabelstapler als Lagergerät begann die Entwicklung moderner Lagersysteme in den 50er-Jahren zunächst in der militärischen Anwendung, später dann in der wirtschaftlichen, in der die Weiterentwicklung von Regaltechniken und Staplertypen erfolgte.

Hochregallager für grössere Höhen

Parallel dazu wurden andere Formen von Lagersystemen entwickelt, die sog. Hochregallager, die grössere Höhen, höhere Leistungen und eine vollständige Automatisierung durch automatische Regalbediengeräte ermöglichten. Weiterhin wurden neue Techniken entworfen, wie z.B. Kanallager, die bei bestimmten Anwendungen ihre Vorteile wegen der Raumausnutzung haben.

Grosse Anzahl unterschiedlicher Lagertechniken

All diese verschiedenen Lagersysteme werden in dem Beitrag ausführlich behandelt und jeweils auf ihre besonderen technischen und organisatorischen Merkmale, Vor- und Nachteile sowie typischen Einsatzszenarien abgeklopft. Der Überblick verdeutlicht, dass eine sehr grosse Anzahl unterschiedlicher Lagertechniken zur Verfügung steht, die jeweils besondere technische und organisatorische Merkmale, Vor- und Nachteile aufweisen und für typische Einsatzszenarien geeignet sind. Der Überblick verdeutlicht, dass eine sehr grosse Anzahl unterschiedlicher Lagertechniken zur Verfügung steht, die jeweils besondere technische und organisatorische Merkmale, Vor- und Nachteile aufweisen und für typische Einsatzszenarien geeignet sind.

Auswahl für den Anwendungsfall

Die Auswahl für den jeweiligen Anwendungsfall hängt ab von Vorgaben wir Kapazität. Leistung, Organisation und Integration, räumliche Verhältnisse und Infrastruktur sowie sonstige Bedingungen und Auflagen. Dazu werden Kriterien verwendet, die sich aus bestimmten Vorgaben und Randbedingungen ableiten. Für die vorgestellten Lagertypen unterteilt man diese Kriterien grob in gut, bedingt und schlecht geeignet.

Vorher definierte Planungsschritte

Schliesslich hat es sich bei der Planung und Realisierung von Lagersystemen bewährt, in vorher definierten Planungsschritten vorzugehen. Deshalb gliedert sich ein Lagerprojekt in drei Projektphasen:

  • Phase 1: Konzeptplanung
  • Phase 2: Feinplanung einschliesslich Ausschreibung
  • Phase 3: Realisierung einschliesslich Abnahme und Inbetriebnahme

Konzeptplanung in Phase 1

Hervorzuheben aus diesem Gesamtablauf ist Phase 1  - die Konzeptplanung - mit ihren Abschnitten Planungsinhalte, Planungsgrundlagen, Systemplanung, Layoutplanung, Reallayout und Ablauforganisation.

Planungsinhalte und -grundlagen

Zu den Planungsinhalten gehören das Planungsvorgehen und die Schnittstellen zu Organisation und Infrastruktur. Die Planungsgrundlagen werden durch die Basisdaten für das zu planende Lagersystem bestimmt, wie Strukturdaten und Randbedingungen. Hierunter fällt die Ermittlung des optimalen Lagerbestands.

Systemplanung in mehreren Schritten

Im Rahmen der Systemplanung werden in den Bereichen statische und dynamische Lagerdimensionierung, Berechnung von Invest und Betriebskosten sowie Variantenvergleich/Nutzwertanalyse technische Systemlösungen erarbeitet und die Alternativen über Investitionen und Betriebskosten sowie Nutzwerte verglichen.

Empfehlung des Projektteams

Hierbei wird eine möglichst vom gesamten Projektteam getragene Empfehlung für eine Variante ausgesprochen, im Bedarfsfall ein Wirtschaftlichkeitsvergleich angestellt und unterschiedliche Eignungen der verschiedenen Systeme anhand bestimmter Kennzahlen für Investitionen, Betriebskosten und Betriebskosten je bewegter Palette abgelesen.

Layoutplanung und weitere Funktionsbereiche

Die Layoutplanung erfolgt unter Materialflussgesichtspunkten zu einem funktionsgerechten Gesamtlayout auf dem Grundstück oder in vorhandenen Gebäuden. Dazu müssen noch weitere Funktionsbereiche, die unmittelbar zum gesamten Komplex eines Lagers gehören, dimensioniert werden. Dazu gehören u.a. Warenein- und -ausgang, Leergut und Entsorgung sowie sonstige Nebenbereiche (Technik, Werkstatt, Büro- und Sozialräume etc.). Schliesslich wird im Anschluss auf die Festlegung des Reallayouts eingegangen. Es enthält neben dem Lagerbereich alle weiteren Funktionsbereiche einschliesslich der Infrastrukturen.

Fazit

So teuer es ist, so viel Aufwand es verursacht -  um die Lagerung von Gütern und Waren kommt niemand herum, der aktiv als Anbieter an deren Markt teilnehmen will.

So vielfältig der Bedarf an Lagertechniken ist, so vielfältig ist entsprechend auch deren Angebot. In beiden Fällen gilt es, den Überblick nicht zu verlieren. Wer eine Auswahl unter den Lagertechniken treffen muss, muss sich zunächst über die Art seines Bedarfs an Lagerung klar werden.

Erst die Quintessenz aus Lagereinheiten, Lagersystemen und deren Hauptvertreterin, dem Palettenregal, zusammen mit der Abwägung der Einsatzbedingungen ermöglicht eine verlässliche Planung eines Lagersystems im Unternehmen.

Planung unterschiedlicher Lagersysteme
PDF-Dokument
25 Seiten, 2408.93 KB

Fachartikel: Planung unterschiedlicher Lagersysteme

Dieser Fachartikel unterstützt Sie als Planer und insbesondere als Betreiber bei der Information über die Systeme und deren Auswahl für den Einsatzfall. Er bietet Ihnen für den Betrieb praxisnahe Kennzahlen mit Erfahrungswerten.

Berechnungstabellen mit konkreten Richtwerten für alle Gewerke (Bau, Einrichtungen, Steuerungen, etc) und Nutzwertanalysen helfen Ihnen bei der Planung und unterstützen Sie bei der Vorauswahl von Lagersystemen und praxisorientierten Kennzahlen.

Sie sehen, wie Sie ein Lagersystem von den Grundlagen an planen. Dabei werden Ihnen wichtige Vergleichsparameter zur Wirtschaftlichkeit verschiedener Szenarien sowie Kennwerte für Investitionen und Betriebskosten an die Hand gegeben.

Neben einer ausführlichen Vorstellung aktueller Lagersysteme wird Ihnen die richtige Auswahl der Systeme für Stückgüter mit Hilfe eines systematischen Planungsvorgehens beschrieben und entsprechende Kenndaten zur Verfügung gestellt.

Jetzt gratis
100% Geprüfte Qualität
Gratis-Download: Fachartikel: Planung unterschiedlicher Lagersysteme

Sie sind der 21. Downloader dieser Arbeitshilfe

Diese Arbeitshilfe im Wert von CHF 50.- wird gesponsert von WEKA Business Media AG WEKA Business Media AG
Diese kostenlosen Arbeitshilfen könnten Sie ebenfalls interessieren:
Fachartikel: Qualitätssicherung Materialfluss Logistik
Qualitätssicherung bei Materialfluss- und Logistikprojekten.
Fachartikel: Materialmanagement
Materialmanagement: Fachartikel zum Download.
Vorlage: Materialkostenrate
Materialkostenrate berechnen: Vorlage in Excel zum Download.
Vorlage: Materialquote
Materialquote Berechnung: Vorlage in Excel zum Download.
Fachartikel: Intralogistik
Intralogistik: Fachartikel zum Download.

Suchbegriffe: Unternehmensführung