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Arbeitsverhinderung wegen Krankheit und Unfall

Krankheit ist jede Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit, die nicht Folge eines Unfalles ist und die eine medizinische Untersuchung oder Behandlung erfordert oder eine Arbeitsunfähigkeit zur Folge hat. Als Geburtsgebrechen gelten diejenigen Krankheiten, die bei vollendeter Geburt bestehen (Art. 3 ATSG).

Arbeitsverhinderung wegen Krankheit

Unter den Begriff der Krankheit fällt jede Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit, die nicht auf einen Unfall zurückzuführen ist und eine Arbeitsverhinderung nach sich zieht. Unter psychischer Beeinträchtigung sind alle diesbezüglichen Erkrankungen, wie Schizophrenie, Depressionen usw., zu verstehen. Ebenso fallen darunter alle damit verbundenen notwendigen Heilbehandlungen. Diese sind durch die Krankenversicherung gedeckt.

Bezüglich der Lohnfortzahlungspflicht schwieriger wird die Abgrenzung, wenn es sich um Absenzen für blosse Prophylaxebehandlungen, Badekuren, Schönheitsoperationen usw. handelt. Soweit diese nicht krankheitsbedingt oder wegen Schmerzen notwendig sind, fallen sie nicht unter die Bestimmungen über die Lohnfortzahlungspflicht des Arbeitgebers nach Art. 324a und b OR. Allenfalls sind sie unter das Thema «übliche Freizeit» nach Art. 329 OR einzureihen. Das ist aber im Einzelfall zu prüfen. Nicht als Krankheit dürfen auch kurzfristige Ausfälle wegen eines Alkoholmissbrauchs mit entsprechenden Kopfschmerzen am folgenden Tag oder Übermüdung wegen eines Disco-Besuches usw. gelten. In der Praxis lassen sich solche Begründungen für eine Absenz allerdings schlecht nachweisen.

Der Lohnfortzahlungsanspruch bei unverschuldeter Krankheit richtet sich nach Art. 324a OR, sofern die Parteien keine schriftliche abweichende Vereinbarung, d.h. in der Regel die Leistungen einer Krankentaggeldversicherung getroffen haben.

Arbeitsverhinderung wegen Unfall

Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).
Als Unfälle gelten auch die Selbsttötung, der Selbsttötungsversuch oder die Selbstverstümmelung, wenn die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind (Art. 48 UVV; BGE 120 V 354).

Der Lohnfortzahlungsanspruch bei einem Unfall richtet sich einerseits nach den Bestimmungen des UVG, andererseits aber auch nach Art. 324a und b OR, wenn entweder ein nichtversicherter Nichtberufsunfall eintritt oder das Einkommen den versicherten Verdienst übersteigt (siehe Unfall, Art und Dauer der Lohnfortzahlung).

Arbeitsverhinderung wegen Krankheit und Unfall
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Übersicht: Arbeitsverhinderung wegen Krankheit und Unfall

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