gratis e-Magazin abonnieren

Mit Know-how und Kompetenz die Karriere fest im Griff!

Jetzt abonnieren

Fluktuationsrate berechnen

Als Fluktuation wird die Anzahl der austretenden Mitarbeitenden bezeichnet. Austritte kommen aus den verschiedensten Gründen vor: Kündigungen von Mitarbeitenden, welche in ein anderes Unternehmen wechseln, Ablauf des Arbeitsvertrags, Kündigungen von Seiten der Unternehmung, Pensionierungen, Austritte wegen Arbeitsunfähigkeit etc.

Die Fluktuation wird durch eine Kennzahl, die Fluktuationsrate (oder Fluktuationsquote), statistisch erfasst. Die Fluktuationsrate drückt in Prozent aus, wie viele Mitarbeitende im Verhältnis zum Personalbestand innerhalb eines Jahres das Unternehmen verlassen.

Bei der Berechnung der Fluktuationsrate zur Personalplanung interessieren alle Austritte. Bei Fragen der Personalerhaltung werden meist nur die freiwilligen Austritte eingerechnet.

Fluktuation ist keineswegs nur unerwünscht, hat also auch positive Auswirkungen auf das Unternehmen. Eine hohe Fluktuationsrate wirkt sich jedoch als Know-how-Verlust und finanziell sehr negativ aus.

Empfehlungen zur Berechnung der Fluktuationsrate

  • Nur die freiwilligen und dauerhaften Abgänge rechnen. Für die Berechnung der Fluktuationsrate werden insbesondere alle Mitarbeitenden erfasst, welche mit ihrer Tätigkeit in irgendeiner Weise unzufrieden waren oder durch äussere Einflüsse unzufrieden wurden und sich deshalb zu einer Kündigung entschlossen.
  • Eingerechnet werden sollen die Kündigungen wegen Berufsaufgabe (z.B. wegen Weiterbildung oder Auslandaufenthalt) sowie Aufnahme einer selbstständigen Erwerbstätigkeit, Umzug, etc.
  • Nicht eingerechnet werden die natürlichen, unfreiwilligen oder firmenseitig gewünschten Austritte wie Pensionierungen, Krankheitsfälle, Todesfall, Mutterschaft, Kündigungen von Seiten des Unternehmens. Diese Kündigungen sind zwar teilweise beeinflussbar: Zeitpunkt der Pensionierung, betriebliche Gesundheitspolitik, Angebot an Teilzeitstellen für Mütter, Kinderhort, etc. (Anmerkung Mutterschaft: die Empfehlung basiert auf der Überlegung, dass die Einrechnung zu diskriminierendem Verhalten führen könnte, indem junge Frauen nicht mehr eingestellt werden, um die Fluktuationsrate zu senken).
  • Urlaub, inkl. Mutterschaftsurlaub, wird nicht als Austritt eingerechnet. Beurlaubte Mitarbeitende gehören ebenfalls nicht zum Gesamtbestand.
  • Austritte von befristet Angestellten (also echte Aushilfen, Student/innen etc.) und Lehrlingen werden nicht mitgerechnet, diese werden aber auch nicht beim Personalbestand eingerechnet. Alle unbefristet oder langfristig Angestellten sollen jedoch gerechnet werden, unabhängig, ob diese betriebsintern als "Aushilfen" bezeichnet werden. Zudem soll selbstverständlich die Anzahl der Lehrabbrüche überwacht werden.
  • Gerechnet wird meist mit «Köpfen». Bei einer Personalstruktur mit vielen Teilzeitpensen empfiehlt es sich, eher mit (Vollzeit-)Stellen zu rechnen, um Verzerrungen zu vermeiden.
  • Meist wird die Fluktuation pro Jahr gerechnet, in grösseren Firmen auch monatlich oder quartalsweise. Bei monatlicher resp. quartalsweiser Berechnung wird die Quote auf ein Jahr umgerechnet (d.h. mal 12 resp. mal 4).
  • Oft werden auch Fluktuationsraten von Bereichen (z.B. Vertrieb, Produktion, Administration, Forschung und Entwicklungsabteilung) berechnet. Hier stellt sich die Frage, ob freiwillige Abgänge zu andern Abteilungen (z.B. Wechsel von der Forschung und Entwicklung zum Verkauf) eingerechnet werden sollen. Es empfiehlt sich, solche firmen- oder konzerninterne Wechsel nicht zu rechnen, weil diese ja personalpolitisch erwünscht sind. Sollen diese dennoch gerechnet werden, so sollen mindestens beide Kennzahlen errechnet werden (z.B. 18% mit internen Wechseln, 12% ohne interne Wechsel).
  • Teilweise werden auch nur die wieder ersetzten Mitarbeitenden in die Anzahl der Abgänge eingerechnet (aus Praktikabilitätsgründen eher nicht zu empfehlen, weil die Gründe für eine Nichtwiederbesetzung einer Stelle verschiedenartig sind, z.B. keine geeigneten Kandidat/innen verfügbar).
Fluktuationsrate berechnen
Excel-Dokument
2 Seiten, 18.27 KB

Rechner: Fluktuationsrate

Sparen Sie Ihre wertvolle Zeit! Mit diesem Rechner in Excel berechnen Sie einfach und schnell die Fluktuationsrate in Ihrem Unternehmen.

Jetzt gratis
100% Geprüfte Qualität
Gratis-Download: Rechner: Fluktuationsrate

Sie sind der 328. Downloader dieser Arbeitshilfe

Diese Arbeitshilfe im Wert von CHF 10.- wird gesponsert von WEKA Business Media AG WEKA Business Media AG
Diese kostenlosen Arbeitshilfen könnten Sie ebenfalls interessieren:
Praxistipp: Berechnung Fluktuationsrate
Berechnung Fluktuationsrate: Tipps zum Download.
Rechner: Anstellungsjahr bei Unterbrechungen
Berechnung Anstellungsjahr bei Unterbrechungen: Excel-Lösung zum Download.
Mustertext: Willkommensschreiben bei Stellenantritt
Willkommensschreiben bei Stellenantritt: Muster zum Download.
Checkliste: Massnahmen bei hoher Fluktuation
Massnahmen bei hoher Fluktuation: Checkliste zum Download.
Checkliste: Checkliste Personalmanagement
Personalmanagement: Checkliste zum Download.

Suchbegriffe: Personalmanagement, Excel Vorlagen kostenlos, gratis Rechner