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Portfoliomethode in der Praxis

Die Portfoliomethode wurde ursprünglich in der Finanzwirtschaft entwickelt und geht auf Harry M. Markowitz zurück, der die Methode zur optimalen Zusammensetzung eines Wertpapier-Portefeuilles für Investoren entwickelte. Hierzu werden die Wertpapiere eines Portfolios nach zwei wesentlichen Merkmalen, der Ertragskraft und dem Risiko, bewertet. Die Ergebnisse der Bewertung werden anschliessend in einer Grafik dargestellt.

In der Praxis der strategischen Unternehmensführung wurde die Portfoliomethode in den 1970er-Jahren erstmals von der Boston Consulting Group zur Darstellung von Produkt-Markt-Beziehungen weiterentwickelt, womit sie auch Eingang in die strategische Qualitätsplanung fand.

Methodik der Portfoliomethode

Alle Portfoliomethoden positionieren bestimmte Erfolgsobjekte in einer Matrix und zwar im Hinblick auf eine Umfelddimension (externe Dimension), die vom Unternehmen selbst nicht beeinflussbar ist, und eine Unternehmensdimension (interne Dimension), auf die das Unternehmen Einfluss nehmen kann. Anhand dieser Dimensionen lässt sich eine Bewertung der jeweiligen Erfolgsobjekte vornehmen, z.B.:

  • strategische Geschäftsfelder
  • Produkte bzw. Produktgruppen
  • Beschaffungsgüter
  • Technologien
  • Personal oder
  • Projekte

Die Erfolgsobjekte werden in eine Portfoliomatrix eingezeichnet, z.B. mithilfe von Kreisen, wobei die Grösse der Kreise die Bedeutung des Erfolgsobjekts für das Unternehmen widerspiegeln kann.

Zentrale Fragen bei der Portfoliomethode

Unabhängig von der jeweiligen Zielsetzung bzw. der zugrunde liegenden Problemstellung sollten beim Einsatz der Portfoliomethode folgende Fragen beantwortet werden:

  • Wie ist die Wettbewerbsposition des Unternehmens?
  • Ist der Produkt-Markt-Mix ausgewogen?
  • In welcher Phase der Produktlebenszykluskurve befinden sich die Produktgruppen bzw. die strategischen Geschäftsfelder?
  • Wie gross ist die Ertragskraft der einzelnen Produkte bzw. der strategischen Geschäftsfelder?
  • Welche Produkte bzw. strategischen Geschäftsfelder sollten mehr gefördert werden?
  • Welche Produkte bzw. strategischen Geschäftsfelder sollten eliminiert werden, da mit ihnen Verluste erwirtschaftet werden?
  • Müssen neue Produkte eingeführt bzw. neue strategische Geschäftsfelder gebildet werden?
  • Welche Investitionen sollten für die einzelnen Produktgruppen bzw. strategischen Geschäftsfelder in Zukunft getätigt werden?
  • Welche Strategien sollten initiiert werden, um die Gesamtsituation des Unternehmens langfristig zu verbessern?

Stärken und Nutzen der Portfoliomethode

Keine Methode kann die komplexen Zusammenhänge strategischer Entscheidungen im betriebswirtschaftlichen Umfeld umfassend und risikofrei für das Management darstellen. Die Portfoliomethode als strategische Analyse- und Planungsmethode unterstützt jedoch das Management bei der Visualisierung und Darstellung der Lage des Unternehmens und erleichtert die Strategieformulierung. Die besonderen Stärken der Portfoliomethode liegen in der:

  • Unterstützung der Entscheidungsträger bei strategischen und zukunftsorientierten Fragestellungen für die strategischen Geschäftsfelder
  • Verbesserung des Verständnisses hinsichtlich der Struktur und Funktionsweise des Unternehmens
  • Steigerung der Qualität der Planung
  • Erhöhung der Wirksamkeit der Kommunikation zwischen der Unternehmensleitung und den strategischen Geschäftsfeldern, um Informationslücken zu vermeiden, und in der
  • Möglichkeit einer zielorientierten Problemlösung in Bezug auf unrentable Geschäftseinheiten oder Investitionsvorhaben
Portfoliomethode
Word-Dokument
3 Seiten, 88 KB

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