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Materialkostenrate

Die Kennzahl Materialkostenrate setzt die Materialkosten mit der Summe der Wiederbeschaffungswerte aller Anlagen ins Verhältnis. Sie wird in Prozent angegeben. Mittels dieser Kennzahl werden Aussagen möglich, wie sich die Materialkosten im Unternehmen entwickeln. Da das in Relation zum Wiederbeschaffungswert der Anlagen geschieht, wird in der Kennzahl die Entwicklung des Unternehmens angemessen berücksichtigt. So werden Vergleiche und Rückschlüsse möglich, beispielsweise auf den technischen Zustand der Anlagen, mögliche Zeitpunkte für Ersatzinvestitionen oder auch auf Ergebnisse von eingeführten Produktionsstrategien.

Anwendung der Kennzahl Materialkostenrate

Die Materialkostenrate gibt eine tendenzielle Entwicklung der (Ersatzteil-)kosten in Bezug auf die Maschinen und Anlagen wieder. Sie liefert damit interessante Hinweise, auf deren Basis Entscheidungen zu möglichen Ersatzinvestition weiter verfolgt werden. Ebenso kann die Materialkostenrate Hinweise auf den Erfolg von Produktionsstrategien liefern. Beispielsweise, inwieweit sich intensivere Wartung und Inspektion auf die Kosten für Ersatzteile ausgewirkt haben.

Sie sollten aber darauf achten, dass es durchaus möglich ist, trotz intensiver Wartungs- und Inspektionsarbeiten höhere Materialkosten zu erhalten. Nicht jedes Bauelement verhält sich in der Ausfallswahrscheinlichkeit linear anwachsend. Es existieren auch Typen von Bauelementen, die am Anfang ihres Lebenszyklus eine höhere Ausfallswahrscheinlichkeit aufweisen. Dementsprechend sollten die Wartungs- und Inspektionspläne überarbeitet und angepasst werden.

Ebenso muss eine fallende Materialkostenrate nicht zwangsläufig auf erfolgreiche Wartungstätigkeiten hinweisen. Kurzfristige Kosteneinsparungsmassnahmen mögen an dieser Stelle Erfolg vorgaukeln, der aber zu einem späteren Zeitpunkt teuer bezahlt werden muss. Nämlich dann, wenn die Anlagen ungeplante Stillstände aufweisen und zuerst das jeweilige Ersatzteil bestellt werden muss.

Massnahmen zur Verbesserung der Materialkostenrate

Die Verbesserung der Materialkostenrate kann nicht losgelöst von anderen Aktivitäten betrachtet werden. Sie steht im Verhältnis zu der jeweiligen Strategie, zum Lebensalter der Maschinen und zu den jeweiligen Möglichkeiten, die notwendigen Ersatzteile zu beschaffen. Als prinzipielle Ansätze, um die Materialkostenrate zu senken, gelten:

  • Optimierung der Maschinen und Anlagen: Finden Sie heraus, welche kritischen, weil fehleranfälligen Teile in Ihren Anlagen verborgen sind! Analysieren Sie weiterhin die Ursache für deren Ausfall und optimieren Sie anschliessend!
  • regelmässiges Inspizieren und Überprüfen des Anlagenzustands: Verschaffen Sie sich in den Wartungs- und Inspektionszyklen einen Eindruck über den Anlagenzustand! Sie haben damit die Möglichkeit, Ersatzteile wesentlich zielgerichteter zu bestellen.
  • vorausschauendes Erfassen des Anlagenzustands und des Verschleissgrads (Condition Monitoring): Überwachen Sie den Verschleissgrad von kritischen Teilen! So können Sie einerseits den Restnutzungsgrad besser auslasten und gleichzeitig pünktlich die notwendigen Ersatzteile bestellen.
  • Bestellung und Bevorratung nach dem Pull-Prinzip: Nutzen Sie für immer wieder benötigte Ersatzteile eine Belieferung nach dem Kanban-Prinzip! Damit halten Sie den Bestand unter Kontrolle und haben dennoch immer einen verfügbaren Vorrat.
  • Mehrfachverwendung von Ersatzteilen: Überprüfen Sie, welche Ersatzteile mehrfach verwendet werden können und damit nur einmal auf Lager gelegt werden müssen!
  • Ersatz fehleranfälliger Bauelemente durch robustere eines anderen Herstellers: Auch wenn das vielleicht für den ersten Moment teurer ist, über die Zeit mag sich ein solcher Wechsel auszahlen!
  • Festlegung eines Hauptlieferanten und Absprache eines kurzfristigen Lieferservice: Damit können Sie unter Umständen Ihre Bevorratung auf den Lieferanten übertragen und haben nur dann die Kosten zu tragen, wenn Sie das Bauelement tatsächlich benötigen!
Materialkostenrate
Excel-Dokument
2 Seiten, 49 KB

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