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Lean Management

Mit Lean Management wird ein Organisations- und Führungsprinzip bezeichnet, das sich die Vermeidung jeder Verschwendung zum Ziel gesetzt hat. Unternehmensweite Verbesserung der Effektivität (=Verbesserung der Kundenorientierung) und unternehmensweite Verbesserung der Effizienz (=Verbesserung der Qualitätsorientierung) müssen gleichzeitig mit verwirklicht werden.

Der Begriff selbst umschreibt eine Zusammenfassung vieler sich ergänzender Strategien und Methoden und ist eine westliche Schöpfung, ausgehend von einer Studie des MIT (Massachusetts Institute of Technology) aus dem Jahr 1990. Diese MIT-Studie («The Machine That Changed the World») analysiert den wirtschaftlichen Erfolg der japanischen Automobilindustrie gegenüber den westlichen Industrienationen. Als Bezeichnung für das neue Management-Denkschema wurde der Begriff «Lean Production» geprägt.

Prinzipien des Lean-Gedankens

Die grundlegenden Prinzipien des Lean-Gedankens sind Kunden- und Qualitätsorientierung. Im Innenverhältnis gehört hierzu das systematische Vermeiden von Verschwendungen, was u. a. auch durch das Verringern nicht wertschöpfender Tätigkeiten unterstützt wird. Gruppen und Teamarbeit verbunden mit vorausschauender Planung sind weitere wichtige Merkmale.

Geschichte zu den Formen der industriellen Fertigung

Vor der Industrialisierung stand die handwerkliche Einzelfertigung mit den Vorteilen der individuell auf den Kundenwunsch abgestimmten Fertigung, die i. d. R. erst auf Nachfrage tätig wurde. Es waren meist kleine Produktionseinheiten mit qualifizierten Mitarbeitern, die von sich aus qualitätsorientiert arbeiteten. Dagegen standen als Nachteile der intensive Zeitbedarf, der naturgemäss kostenintensiv ist, ferner die Beschränkung auf regionale Märkte.

In den USA entwickelte sich nach dem ersten Weltkrieg, vor allem durch die Ideen von Taylor und Henry Ford, die industrielle Massenfertigung mit den Vorteilen:

  • einfache Bauteile
  • Mehrfachverwendung, Produktvielfalt
  • Spezialwerkzeuge und -maschinen
  • Abstimmung der Arbeitsschritte durch Zeitstudien
  • Einsatzmöglichkeit für weniger qualifizierte Mitarbeiter
  • kurze Durchlaufzeiten

Nachteilig aber wirkte sich das ressortbezogene Denken aus (Trennung von technischem und kaufmännischem Denken, von Produktion und Kontrolle). Informations- und Kommunikationsprobleme waren damit unvermeidlich. Für diese Strukturen (z. B. Bandarbeit) war meist ein hoher Kapital- und Platzbedarf erforderlich.

Entstehen des «Lean Production»-Systems in Japan

Als Synthese aus den positiven Aspekten der beiden Fertigungsmethoden und durch Vermeidung der jeweiligen Nachteile entwickelten in Japan unter dem Einfluss des Amerikaners Deming die Manager Toyoda und Ohno von der Toyota Motor Corporation einen neuen Ansatz, der in der MIT-Studie als «Lean Production» charakterisiert wurde. Kennzeichen von «Lean Production» sind:

  • Ersatz von starren Einzweckmaschinen durch flexibel umrüstbare Mehrzweckeinrichtungen
  • Verringerung der Losgrösse und damit schnellere Reaktion auf wechselnden Bedarf bei Verringerung des Umlaufbestandes
  • Sofortige Überprüfung der Qualität vor Ort, damit Wegfall teurer Nacharbeit und höhere Bestandssicherheit
  • Einsatz qualifizierter und motivierter Mitarbeiter
  • Nutzen der Teamarbeit mit Verantwortlichkeit für die Qualität
  • Schema zur systematischen Problemlösung
  • Simultanentwicklung von Produkt, Verfahren und Prüfmethode
  • Einbezug der Zulieferer als Qualitätslieferanten im Just-in-Time-Verfahren
  • Hinwendung zum Kunden und Produktion auf Bestellung

Das System zeigt damit starke TQM-Ansätze mit den Schwerpunkten Mitarbeiter - Kunde - Zulieferer.

Weiterentwicklung zum «Lean Management»

«Lean Management» («Schlankes Management») ist die Ausweitung der Prinzipien von «Lean Production» auf alle Bereiche/Abteilungen eines Unternehmens. Diese Strategie wurde weltweit u. a. unter dem Titel KAIZEN von Imai propagiert. Viele Prinzipien des «Schlanken Managements» sind einleuchtend und daher überzeugend:

  • pragmatische Vorgehensweise
  • Gründlichkeit und Konsequenz, Zuverlässigkeit und Engagement
  • kurze Wege bei Entscheidungen
  • hohes Qualitätsbewusstsein
  • sozialer Friede
  • hoher Bildungsstandard in dualer Qualifikation (Wissenschaft und Handwerk)
  • gut ausgebaute Infrastruktur

Basisstrategien zur Unterstützung MS Lean Managements

Bei der Umsetzung der Lean-Gedanken im Sinne von Total Quality Management (TQM) kommen eine Reihe von Methoden und ineinander vernetzte Strategien zum Einsatz. Hierzu gehören…

Alles Weitere finden Sie in dieser kostenlosen Übersicht. Sie finden praktische Inputs zu:

  • Reverse Engineering
  • Segmentierung
  • Vermeidung nicht wertschöpfender Tätigkeiten
  • Gruppen- und Teamarbeit / Selbstorganisation
  • Time Based Management - TBM
  • Feedback / Ertragskontrolle
  • Verbesserung in kleinen Schritten
Lean Management
PDF-Dokument
6 Seiten, 44.04 KB

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